Stick it….

20. Januar 2007

Seit fast 2 Jahren gibt es nun schon das „Eastside Nr.1“ ein Tattoostudio inklusive Bekleidungsladen, zu finden in der Judengasse 9 direkt in der Saalfelder Innenstadt. An sich ist das ja nichts Anstößiges, aber neben der Möglichkeit sich hier piercen oder tätowieren zu lassen, bietet der Laden auch eine Vielzahl an Klamotten und Utensilien der rechten Marke „Thor Steinar“ [mehr Infos über die mittlerweile beliebteste Nazimarke gibt’s auf der Thor-Steinar Informationsseite] an. Während der Besitzer, der „ehemalige“ Neonazi „Ronny“, gemeinsam mit seinem aus dem Rockermilieu stammenden Azubi für Tattoos, Schmuck und ähnliches zuständig ist, kümmert sich der in der lokalen rechten Szene aktive „Maggi“ Marquardt um den Textilbereich.

Wir allerdings finden solche Geschäfte schlichtweg scheiße und haben deshalb 2 neue Sticker in Umlauf gebracht….

sticker1

sticker2

wenn ihr uns verlinken wollt ;)


RückBlick: „Sturmlokal“

16. Januar 2007

Nachdem am 29.Mai.2004 der dritte „Thüringentag der nationalen Jugend“ mitten in der Saalfelder Innenstadt und Ende August 2004 ein Nazikonzert im nahe gelegenen Wald bei Bucha, jeweils mit etwa 300 Rechtsradikalen vollkommen ungestört verliefen, schien die örtliche Szene gefallen an Rechtsrockevents gefunden zu haben.
Der für sein Alter schon relativ lange in der Szene aktive Steffen Richter, welcher u.a. auch den Nazi-Online-Shop „2Hard4U“ betreibt, organisierte so zum Beispiel am 14.Januar 2005 in der Gorndorfer Gaststätte „Schlupfwinkel“ einen Auftritt des Bands „Blutstahl“ aus Jena, „Batallion“ aus Gotha und „Legion Germania“ aus dem Nachbarbundesland Bayern. Hierbei nahm die Polizei einen Neonazis wegen „Heil Hitler“ Rufen fest und stellte Stichwaffen sicher.
Ingo Witzmann aus Kaulsdorf mietete unter den Deckmantel seines Hausmeisterservices einige hundert Meter entfernt in der Albert-Schweitzer-Str. 142 „Büro und Werkstatträume“ an, welche er der lokalen rechten Szene zur Verfügung stellte. Direkt neben dem städtischen Jugend- und Stadtteilzentrum befand sich damit ein täglich geöffneter Treffpunkt, der sich schnell zur gut frequentierten Anlaufstelle für Neonazis und deren Umfeld entwickelte. Neben der Nutzung als eine Art Selbstverwalteter nationaler Jugendclub, diente das „Sturmlokal“ auch als Veranstaltungsort für Geburtstage, Wahlkampfveranstaltungen und Rechtsrockkonzerte. Als am 11.Juni 2005 beim nationalsozialistischen „Fest der Völker“ in Jena weniger Zeit als ursprünglich geplant zur Verfügung stand, begeisterten im Anschluss die niederländische Rechtsrock Band „Brigade M“ und zwei weitere aus dem Thüringer Raum kommende etwa. 80 Neonazis, in den mit Tarnnetzen, NPD-Plakaten und einer Reichskriegsflagge geschmückten Saalfelder Räumlichkeiten.
Am 16.Juli.2005 sollte im so genannten „Sturmlokal“ der „Abschied eines Kameraden“ gefeiert werden, allerdings wurde diese Zusammenkunft von der Polizei vor dem eigentlichen Ende aufgelöst nachdem Gesänge mit neonazistischen und antisemitischen Textzeilen in die Nachbarschaft vorgedrungen waren. Hierbei wurden eine Schusswaffe, mehrere Schlagstöcke und 63 CDs mit verfassungsfeindlichem Inhalt sichergestellt.
Eine weitere rechte Musikveranstaltung, die ebenfalls von dem zum Führungspersonal des „Sturmlokals“ gehörenden Steffen Richter organisierte wurde, hatten die Ordnungsbehörden Ende September frühzeitig untersagt.
Richter führte auch am 24.09.05 ein Rechtsrockkonzert mit den Bands „SKD“ und „Race War“ in denselben Räumlichkeiten durch, allerdings wurde auch dieses vor dem regulären Ende von der Polizei aufgelöst. Und die „Dankeschön Veranstaltung“, welche die neonazistische NPD am 8.Oktober 2005 anlässlich der Erfolgreichen Ergebnisse bei der letzten Bundestagswahl für ihre WahlkampfhelferInnen organisierte, musste kurzfristig von Saalfeld in die „Pilsner Schenke“ nach Rudolstadt verlegt werden. Seitens der Stadt Saalfeld wurde der Mietvertrag für das „Sturmlokal“ wegen nicht vertragsgemäßer Nutzung zum 25.07.2005 fristlos bzw. zum 30.09.2005 ordentlich gekündigt.

Antifa-Recherche-Team [ART] Oberland, Januar 2007


13. 02. 07 – deconstruct!

12. Januar 2007


Das besetzte ehemalige Topf & Soehne – Gelände ist räumungsbedroht!

10. Januar 2007


Seit April 2001 ist das ehemalige Topf & Soehne - Gelände besetzt. Mit der Besetzung bekam die linke Subkultur der Stadt Erfurt einen Ort, an dem sie kulturell und politisch tätig werden konnte. Dieser Impuls beschränkte sich jedoch nicht nur auf Erfurt. Auch aus anderen Städten und Orten nutzten Leute den Raum, den eine Besetzung ihnen bot. Hier finden Konzerte, Ausstellungen, Partys, Vorträge, Diskussionsveranstaltungen statt, wohnen Leute, proben Bands. Hier wurde und wird sich mit Erscheinungen und Auswirkungen der kapitalistischen Normalität auseinandergesetzt, wie etwa Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und arbeitsfetischistisches Leistungsdenken. Hier wurde und wird sich mit der Geschichte der Firma Topf & Soehne auseinandergesetzt, durch deren „Ingenieursleistungen“ und „Fleiß“ eines der größten Menschheitsverbrechen, die industrielle Vernichtung des europäischen Judentums, erst ermöglicht wurde.
Seit einiger Zeit gibt es fortgeschrittene Verhandlungen über den Verkauf des Geländes – eine Investorengruppe oder ein Investor scheint gefunden. Erfahrungsgemäß kommt jetzt die Räumung des Geländes und das notfalls mit Gewalt. So ist es nun mal im Kapitalismus. Das Recht auf Eigentum steht hier höher als körperliche Unversehrtheit und sozialer und politischer Gestaltungsraum. Wo käme da auch diese Gesellschaft hin, wenn immer mehr Leute sich selbständig und solidarisch Ressourcen zugänglich machen würden und sich somit so weit als möglich dem Arbeitswahn dieser Gesellschaft entziehen. Falls es die Allgemeinheit noch nicht bemerkt hat: Die Vollbeschäftigung ist bereits auf der Müllhalde der Geschichte gelandet, die Zahl der Überflüssigen und Überdrüssigen wächst. Um so mehr wächst die Schikane gegenüber denen, die nicht mehr mitmachen können und wollen.
Das ehemalige Topf & Soehne – Gelände ist auch ein Ort, an dem Antifas aktiv werden können und Leute erreichen. Gerade in einer Zeit, in der Nazis sich wieder verstärkt organisieren und sich gewalttätige Angriffe von Faschos häufen und sie in Thüringen ganze Regionen in „National befreite Zonen“ verwandeln wollen, finden wir Projekte wie dieses wichtig und wollen uns gegen die Räumung engagieren.

„Gegen die Räumung des Topf & Soehne – Geländes! Für den Erhalt linker Strukturen und Gestaltungsräume!“


Sticker….

07. Januar 2007

….von dem unten zu sehenden motiv könnt ihr übrigens zum unkostenpreis aufkleber[50stk A7 s/w = 1€ + porto] bei uns bekommen. bei interesse mailt einfach an antifa.slf@mail.com … außerdem wird es demnächst eine ganze sticker-kollektion geben für welche wir noch auf der suche nach motiven sind[meldet euch mit eueren vorschlag auch einfach per mail…]

ps: diese homepage ist ab sofort übrigens auch unter www.slf.antifa.net erreichbar, also fleißig verlinken! thanx for hosting & support to: ANTIFA.NET


… 2007 rocken …:::>

02. Januar 2007

Pünktlich zu den Neujahrsrandalen in der Saalfelder Innenstadt sind wir mit einer neuen Homepage zurück.
Zukünftig gibt´s hier aktuelle Infos über die rechtsextreme Szene in der Region, sowie über antifaschistische Aktionen und linke Politik im Landkreis SLF-RU. Wie ihr an dem Banner unter diesen Satz sehen könnt sind wir auch an allen Infos über den rechten Rand in der Umgebung interessiert. Also wenn euch etwas auffällt [egal ob Übergriffe, rechte Veranstalltungen oder frische Nazi Schmierereien/Aufkleber vor euerer Haustür] meldet euch einfach…


surf to….

16. Dezember 2006

Seit einigen Tagen ist die Homepage der Autonomen Antifa Koordination Thüringen (A²KT) online und unter www.antifa-aktion.info zu erreichen.
Support your local Antifa!


01. November 2006

Es geht um alles! 500 neue Abos für die Jungle World.


Kontakt zu uns…

07. April 2006

Unter folgender Email könnt ihr uns erreichen:

antifa.slf[at]mail.com

- PGP Key gibts auf Anfrage -


Pressemitteilung: Pößnecker Fight Club abgesagt

14. März 2006

Die für Freitag den 17.März angekündigte „1.Pößnecker Fight Night“ findet nicht statt.
Nach Angaben des Veranstalters wird „die Halle auf die Stabilität des Daches untersucht“. Dass diese Maßnahme ausgerechnet jetzt veranlasst wurde, dürfte wohl auch auf die Intervention von einigen AntifaschistInnen zurückgehen, welche auf den eigentlichen Charakter des Kampfsportevents aufmerksam machten.
Dieser unterscheidet sich nämlich, wenn überhaupt nur dadurch von den „Nazis Fight Club´s“ in Chemnitz und Gera, dass diesmal keine rechten Sponsoren öffentlich in Erscheinung traten. Unter den teilnehmenden Kämpfern befanden sich allerdings wieder unzählige Rechte, so waren unter anderem das mit einigen rechtsradikalen Szenegrößen besetzte „Bushido Free-Fight-Team Leipzig“ und das ebenfalls einschlägig bekannte „Eastfight Gym Gera“ angekündigt.
Kampfsportgalas, bei denen Thai-Boxen und Free Fight geboten werden, wirken immer öfter wie ein Magnet auf Neonazis. Gerade die Amateur-Kampfveranstaltungen wie zB. „Ostdeutschland kämpft“ in Leipzig, der „Fightclub Karl-Marx-Stadt“ oder der „Fight Club Gera“ wirkten wie inoffizielle Treffen einer Mischszene aus Neonazis, Hools, Rockern und Kriminellen. Für die nun abgesagte Veranstaltung in der Sheldhalle hatten sich ebenfalls schon unzählige lokale Neonazis angekündigt.

Es wäre wünschenswert, wenn die Stadt Pößneck auch bei der bereits angekündigten Ersatzveranstaltung ebenfalls so besonnen reagieren und einige Sponsoren ihr Engagement für diese Art von Kampfssportevents auch noch einmal überdenken würden.

antifa.slf@mail.com



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