eine neue antifaschistische Jugendgruppe…

14. März 2007

…gibt es seit kurzen in Erfurt

AJAE ist eine Gruppe junger, alternativer Menschen, die sich zusammengefunden haben um der rechten Hegemonie etwas entgegenzusetzen. Da wir ausschließlich theoretische Auseinandersetzung mit Nationalismus, Sexismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, verkürzter Kapitalismuskritik etc. für wirkungslos halten, soll auch der praktische Widerstand nicht zu kurz kommen. Interessierte Menschen, die uns bei unserer politischen Arbeit unterstützen wollen, sind bei AJAE stets willkommen.

hier gehts zur Homepage der Gruppe…


Gewalt und Terror-Neonazis in Apolda (Thür.)

08. März 2007

„Apolda ist braun“ verkünden die Nazis der thüringischen Kleinstadt selbstbewusst. Als MigrantInnen, Punks und Antifas bedroht wurden, schauten Stadtobere, Polizei und Presse weg. Spätestens nach den neuesten Aktionen der Nazis – einer groß angelegten Flugblattverteilung zum Jahrestag der Luftangriffe auf Dresden im Februar 1945 und der Beteiligung anAusschreitungen beim Faschingsumzug – kann das Problem nicht länger ignoriert werden. Polizei und Presse malen jedoch ein Zerrbild der „Extremisten von links und rechts“ und bezeugen damit ihre unreflektierte und oberflächliche Auseinandersetzung mit diesem Thema.
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Ungdomshuset in Kopenhagen geräumt

04. März 2007

Am 01. März um 7 Uhr begannen Einsatzkräfte der Polizei das Ungdomshuset in Kopenhagen zu räumen. Es gab viele Verletzte, einige unter ihnen auch schwer. Die Polizei spricht von 160 Festnahmen (Stand: 21:00 Uhr). An den Folgetagen kam es zu weiteren Demonstrationen und heftigen Auseinandersetzungen. Am Samstag abend waren 500 Menschen in Haft. Mindestens 10 Einrichtungen wurden durchsucht, geräumt und alle Anwesenden verhaftet. Die Verhafteten wurden dem Haftrichter vorgeführt. Es wurde speziell nach „deutschen Autonomen“ gesucht, diese sollen abgeschoben werden. Die deutschen AktivistInnen, die während der Räumung verhaftet wurden sind inzwischen abgeschoben worden. Kopenhagen ist seit der Räumung im Ausnahmezustand. Sogar SanitäterInnen werden verhaftet. Am Sonntag beschloss die Sekte Faderhuset, inzwischen offizielle Eigentümerin des Hauses, den Abriss des über hundertjährigen Gebäudes.
Europaweit gab es Solidaritätskundgebungen, so auch in Göttingen, Marburg, Wien , Potsdam, Leipzig, Köln, Hannover, Weimar, Hamburg, Karlsruhe, Berlin , Bremen, Freiburg, Dresden, Bielefeld, Erfurt, Bergen, Salzburg, Olso, Stockholm und Göteborg.

aktuelles gibts auf Indymedia…
u.a. auch Artikel von den Soliaktionen in Weimar und Erfurt

update# Ungdomshuset-Soli in Meiningen
Am Mittwoch, den 7. März, fand in Meiningen (Süd-Thüringen) eine Solidaritätsdemonstration der „Initiative für kulturelle Freiräume“ unter dem Motto „Solidarität mit den BenutzerInnen des Jugendzentrums ´Ungdomshuset´“ statt, um auch in der thüringischen Provinz die Solidarität mit den BesetzerInnen und den Verhafteten sichtbar zumachen. Mit Lautsprecherwagen, Transparent und Fahne zogen ca. 30 Personen lautstark vom Bahnhof durch die Innenstadt um anschließend zur Meininger Polizeiinspektion zu ziehen, bevor die Demo am Bahnhof wieder beendet wurde.

Kein Tag ohne Ungdomshuset! Macht Aktion, seit kreativ….!


20. Februar 2007


Braune Hetze und ein Immobilien-Bluff

15. Februar 2007

In einem durch Steckaktionen in Briefkästen verbreiteten Flugblatt hetzt die neonazistische NPD momentan gegen den angeblich geplanten Bau einer Koranschule in der Saalfelder Kulmstraße und ruft zum „Widerstand … gegen die muslimischen Glaubensritter“ auf. Sicher sind Moscheen und Koranschulen wenig emanzipatorisch (genauso wie jede evangelische oder katholische Kirche auch), doch geht es den Neonazis hierbei keineswegs um Religionskritik im Allgemeinen. Sie sehen darin eher die Chance, die hier in der Provinz sowieso schon weit verbreiteten rassistische Vorurteile gegen MigrantInnen zu schüren und im Hinblick auf die nächsten Kommunal- und Landtagswahlen weitere Sympathien bei der Saalfelder Bevölkerung zu erringen. Darüber hinaus sieht man in der Aktion die Gelegenheit, dem eingeschlafenen NPD- Kreisverband um Thomas Wienroth und Sandro Tauber wieder etwas Leben einzuhauchen. An Potenzial vor Ort fehlt es ja leider nicht, wie z.B. die letzte Bundestagswahl gezeigt hat.

An den eigentlichen Bauvorhaben dürfte – wie die Tageszeitung Freies Wort bereits am 24. Januar berichtete – sowieso nicht viel dran sein. Höchstwahrscheinlich versucht lediglich der Inhaber der Industriebrache, diese wieder ins Gespräch zu bringen.
Für die Neonazis ist dies natürlich ein gefundenes Fressen. Auch die Lokalgazette „Ostthüringer Zeitung“ glänzt mal wieder mit ihrer Berichterstattung: Zwar wird in der Ausgabe vom 14. Februar darüber berichtet, dass besorgte Bürger aufgrund der aufgetauchten Flugblätter den Bürgermeisterstammtisch aufsuchten, um sich genauer zu informieren. Der rassistische Inhalt des Flugblattes wird allerdings mit keinem Wort erwähnt, geschweige denn verurteilt. Dass die Lokalredaktion der OTZ zwar über jeden umgefallenen Mülleimer in der Kreisstadt berichtet, auf dem rechten Auge aber mindestens genauso blind ist wie die Lokalpolitiker im Rathaus der Stadt, ist seit Jahren bekannt. Aussicht auf Besserung besteht wohl keine … .


Thüringen: Ob Ost, ob West – überall trifft sich die Nazipest!

11. Februar 2007

Thüringen entwickelt sich nicht nur aufgrund der zentralen Lage immer mehr zum neuen Schwerpunkt-Bundesland der Neonazis. Allein am letzten Freitag und Samstag gab es mindestens fünf Neonazi-Aktionen wie Infostände und Konzerte. Doch regte sich an vielen Orten antifaschistischer Protest.

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Erfurt: Nazi-Infostand erfolgreich sabotiert

11. Februar 2007

In Erfurt fand am gestrigen Freitag ein Infostand der örtlichen NPD statt, an dem sich rund 50 Neonazis beteiligten. Gegenproteste wurden durch die Polizei bis auf Sichtweite abgeschirmt. Doch in den Reihen der rechtsextremen Veranstaltung befanden sich auch ein halbes Duzend eingeschleuste Antifas, die den Stand sabotierten. Die Aktion kann als voller Erfolg bezeichnet werden: schätzungsweise 90-95% der Propaganda wurden entwendet. Tausende Flugblätter, Zeitungen, Flyer, Broschüren, Aufkleber, Technikkrams und eine ganze Reihe interner Informationen wechselten die Besitzer – ohne dass die Nazis davon Wind bekamen.
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1.Mai – Leipzig adé…auf nach Erfurt!

06. Februar 2007

Nach dem der traditionelle 1.Mai-Aufmarsch in Leipzig dieses Jahr erstmals von Anmelder Christian Worch abgesagt wurde, planen Neonazis aus Thüringen und einigen angrenzenden Bundesländer nun für den 1.Mai eine Ersatzdemonstration in Erfurt. Angemeldet wurde diese vom stellvertretenden Landesvorsitzenden der NPD Thüringen, Ralf Wohlleben. Wir halten euch auf dem Laufenden.

achtet auf Ankündigungen!


antisemitische Übergriffe in Magdeburg

03. Februar 2007

Was ist geschehen?

In Magdeburg fand am 27.01.2007 anlässlich des Jahrestages der Befreiung des Auschwitz-Stammlagers Monowitz durch die Rote Armee eine antifaschistische Kundgebung unter dem Motto „…daß Auschwitz nicht sich wiederhole“ statt. Dazu aufgerufen hatte u.a. das Antifa-Infoportal Magdeburg. Während der Veranstaltung kam es zu verbalen Provokationen und im Anschluss zu gewalttätigen Übergriffen gegen TeilnehmerInnen der Kundgebung. Die TäterInnen stammen aus dem Umfeld der „Autonomen Antifa Magdeburg“ (AAMD), „Gruppe Internationale Solidarität“ (GIS) und der „Frauengruppe Magdeburg“.

Die AAMD hat ihr Handeln im Nachhinein schriftlich damit gerechtfertigt, dass sie in ihrer „internationalistischen Stadt“ keine „antideutsche Politik“ „dulden“ werde. Darunter fallen offenbar auch Kundgebungen, die sich gegen Antisemitismus wenden und die kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte suchen. Die AAMD hat im selben Text angekündigt, dass sie ein solches Handeln gegen missliebige AntifaschistInnen weiterhin in Betracht zieht.

Wir fordern die AAMD, GIS und die Frauengruppe zum Rückzug aus sämtlichen antifaschistischen Strukturen auf. Wir verlangen, Drohungen gegen und Angriffe auf unsere GenossInnen in Magdeburg – u.a. das A.I.P. und die Gruppe45 – zu unterlassen. Wir bitten andere Gruppen, jede Kooperation mit der AAMD, GIS und der Frauengruppe einzustellen, von einer Bündnisarbeit mit ihnen abzusehen und sie nicht weiter an der eigenen politischen Arbeit zu beteiligen.

mehr Infos gibts hier……


Erneutes Nazikonzert in Saalfeld

29. Januar 2007

Die Polizei hat am vergangenen Samstagabend erneut ein illegales Neonazi-Konzert verhindert. In einer Gaststätte in Langenschade bei Saalfeld hatten sich bereits mehr als 70 Rechtsextreme versammelt, als der Veranstalter am frühen Abend das Konzert selbst beendete.
Grund hierfür waren die stark vertretenen Einsatzkräfte welche die Anreise weiterer Neonazis verhinderten. Die Veranstaltung sei als private Geburtstagsfeier mit Live-Musik und bis zu 150 Gästen getarnt gewesen, teilte die Polizeiinspektion Saalfeld am Sonntag in Saalfeld mit.



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