Nazigewalt in Thüringen 2007

10. Juli 2007

Am vergangenen Wochenende zeigten Neonazis in Thüringen ihr wahres Gesicht. Am Freitag nachmittag griffen 40 Nazis eine antifaschistische Informationskundgebung in Arnstadt an, unter ihnen Patrick Paul und Kai Uwe Trinkhaus, ihres Verantwortliche der NPD Erfurt. Tags drauf veranstaltete die neonazistische Partei in Jena gleich zwei Informationsstände, bei welchen sie sich betont bürgernah und demokratisch gab. In der darauf folgenden Nacht wurde in Erfurt das Jugendbüro zweier Landtagsabgeordneten der Linken von Neonazis angegriffen und beschädigt. Bereits in den vergangenen Wochen und Monaten häuften sich gewaltätige Übergriffe. Im nahen Apolda wurden bereits sechs mal die Scheiben des Bestattungsunternehmens einer engagierten Bürgerin eingeworfen. In Erfurt griffen Nazis aus einer Demonstration am 1. Mai mit über 1.000 Teilnehmern die Polizei an.

Das Selbstbewusstsein Thüringer Neonazis um die rechtsextreme NPD steigt kontinuierlich mit deren Mitgliederzahlen. In den vergangenen Wochen und Monaten kam es im gesamten Bundesland zu Übergriffen und Anschlägen, bei denen auch Mord in Kauf genommen wurde. Zwischen bürgernahem Populismus und rechter Demagogie zeigen die Nazis ihr wahres, menschenverachtendes Gesicht. Während konservative Politiker bei GlobalisierungskritikerInnen und linken AntikapitalistInnen fanatisch nach terroristischen Ansätzen suchen planen die Nazis nicht nur den Einzug in den Thüringer Landtag. Um gegen die alltägliche Nazigewalt vorzugehen ist Engagement, Entschlossenheit und Zivilcourage nötig. Es reicht eben nicht nur zu Großereignissen der Nazis, wie dem Fest der Völker am 8. September in Jena, gegen Rechtsextremismus vorzugehen, auch wenn dies eine gute Gelegenheit ist ein klares Zeichen zu setzen.

Die Sonderseite Jenaer Antifas gegen das neonazistische Fest der Völker ist online…


24. Mai 2007


Gegen den Naziaufmarsch in Eisenach!

10. Mai 2007


Erneut wollen Nazis den sogenannten „Thüringentag der nationalen Jugend“ begehen. Nach Aufmärschen in Jena, Gotha, Saalfeld, Weimar und Altenburg verschlägt es sie in diesem Jahr nach Eisenach und das nicht ohne Grund. Dahinter steht der federführende Nazikader Patrick Wieschke und eine stetig wachsende Naziszene. Aktionen wie auch das „Beats against fascism – Reloaded 2k7 Ultimate Edition“ Konzert am Vorabend wollen dem Naziaufmarsches einiges entgegensetzen. Am Samstag gibt es um 12 Uhr die Gegendemonstration des Eisenacher „Bündnis gegen Rechts“. Ob ihr diese besucht oder lieber anders versucht euch kreativ in der Stadt auszuleben ist selbstverstädnlich allein euch überlassen.

Letzte aktuelle Infos bekommt ihr auf jeden Fall beim Bumsfallera! oder am Samstag ab 11 Uhr vom Infostand auf dem eisenacher Theaterplatz.


Antifaschistische Demo zum Tag der Befreiung in Apolda

07. Mai 2007

spasibo
Am 8. Mai finden in Apolda vielfältige Aktionen, anlässlich des Tages der Brefreiung Europas von Nazideutschland, statt. Apolda ist einer der Brennpunkte faschistischer Gewalt in Thüringen. Die schlagende örtliche Kameradschaft erzeugte in der Kleinstadt ein Klima der Angst. Mit der faschistischen Hegemonie muss gebrochen werden. Immer, überall und am 8. Mai in Apolda! Weitere Infos findet ihr bei der Antifa Gruppe Apolda (AGAP): [www.agap.antifa.net]

Edit: Bericht gibts hier http://agap.antifa.net


Antifaschistische Kampagne in Arnstadt, Meiningen, Suhl und Zella-Mehlis

28. April 2007


Rechte Konzerte, Nazigewalt und neonazistische Strukturen sind Alltag in Südthüringen. Gegen die sich festigenden Zustände organisieren die Alternative Jugend Südthüringen (AJSTH), die Antifaschistische Gruppe Südthüringen (AGST) und viele hilfsbereite Einzelpersonen eine Kampagne unter dem Motto „…den Wald vor lauter Bäumen nicht?! Nazistrukturen abholzen, den rechten Konsens brechen“. In den Städten Arnstadt, Meiningen, Suhl und Zella-Mehlis finden verschiedene Informationsveranstaltungen, Diskussionen und Kundgebungen statt, die vorrangig der Aufklärung, aber auch zur Diskussion über Gegenwehr dienen sollen. Ebenfalls im Rahmen der Kampagne wird gegen Ende Mai eine Broschüre zu Nazistrukturen in Südthüringen erscheinen.
„Wir wollen die Menschen über die sich festigenden faschistischen Strukturen in unserer Region aufklären, wir wollen diskutieren, Präsenz zeigen und uns wehren.“, so Stefan Müller, Pressesprecher der Antifaschistischen Gruppe Südthüringen (AGST). Neonazigewalt und rechte Strukturen sind Alltag, auch und gerade in Südthüringen. Die Neonazis werden allzu oft akzeptiert. Schlimmer: Rechtes Gedankengut reicht bis weit in die Mitte der Gesellschaft, es ist Normalität, mit welcher es zu brechen gilt.


Brandanschlag auf Besetztes Haus in Erfurt

22. April 2007

In der Nacht vom 20.04.07 zum 21.04.07 verübten Unbekannte einen Brandanschlag auf ein bewohntes Haus auf dem besetzten Teil des ehemaligen Topf & Söhne Geländes. lücklicherweise ist das Feuer von selbst erloschen, andernfalls wären Menschenleben in Gefahr gewesen, da das Feuer unentdeckt blieb. Die Besetzer_innen entdeckten am morgen einen großen Brandfleck, die Reste von Flaschen und mehrere Lunten.
In Anbetracht des Datums – dem Geburtstag von Adolf Hitler – gehen die Besetzer_innen von rechtsextremen Täter_innen aus. Menschen, die nicht in das Weltbild der Faschist_innen passen, werden in Erfurt in letzter Zeit vermehrt und immer aggressiver angegriffen, da sich die rechte Szene mehr und mehr organisiert und zunehmend nach außen tritt.
„Wir sehen den Angriff auch in Bezug zur geplanten NPD Demonstration am 1. Mai in Erfurt“, erklärt Marlene Müller, Vertreterin des Besetzten Hauses. „In den letzten Wochen haben die Nazis in Erfurt versucht, einerseits den öffentlichen Raum zu besetzen und andererseits mit gezielten Angriffen, Antifaschist_innen einzuschüchtern.“ Das selbst erklärte Ziel der organisierten Rechten ist es nach ihren eigenen Aussagen, Erfurt als letzte linke Hochburg in Thüringen für sich einzunehmen. Es sollte im Interesse aller antifaschistisch gesinnten Menschen liegen, dem etwas entgegen zu setzen.

Link zum Indymediaartikel [Fotos, etc…]


G8-Mobilisierungsclip…

17. April 2007

…und ein Link zur Seite des Thüringer Anti G8 Plenums


Fotos aus der Realität

12. April 2007


eine neue antifaschistische Jugendgruppe…

14. März 2007

…gibt es seit kurzen in Erfurt

AJAE ist eine Gruppe junger, alternativer Menschen, die sich zusammengefunden haben um der rechten Hegemonie etwas entgegenzusetzen. Da wir ausschließlich theoretische Auseinandersetzung mit Nationalismus, Sexismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, verkürzter Kapitalismuskritik etc. für wirkungslos halten, soll auch der praktische Widerstand nicht zu kurz kommen. Interessierte Menschen, die uns bei unserer politischen Arbeit unterstützen wollen, sind bei AJAE stets willkommen.

hier gehts zur Homepage der Gruppe…


Gewalt und Terror-Neonazis in Apolda (Thür.)

08. März 2007

„Apolda ist braun“ verkünden die Nazis der thüringischen Kleinstadt selbstbewusst. Als MigrantInnen, Punks und Antifas bedroht wurden, schauten Stadtobere, Polizei und Presse weg. Spätestens nach den neuesten Aktionen der Nazis – einer groß angelegten Flugblattverteilung zum Jahrestag der Luftangriffe auf Dresden im Februar 1945 und der Beteiligung anAusschreitungen beim Faschingsumzug – kann das Problem nicht länger ignoriert werden. Polizei und Presse malen jedoch ein Zerrbild der „Extremisten von links und rechts“ und bezeugen damit ihre unreflektierte und oberflächliche Auseinandersetzung mit diesem Thema.
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