Ungdomshuset in Kopenhagen geräumt

04. März 2007

Am 01. März um 7 Uhr begannen Einsatzkräfte der Polizei das Ungdomshuset in Kopenhagen zu räumen. Es gab viele Verletzte, einige unter ihnen auch schwer. Die Polizei spricht von 160 Festnahmen (Stand: 21:00 Uhr). An den Folgetagen kam es zu weiteren Demonstrationen und heftigen Auseinandersetzungen. Am Samstag abend waren 500 Menschen in Haft. Mindestens 10 Einrichtungen wurden durchsucht, geräumt und alle Anwesenden verhaftet. Die Verhafteten wurden dem Haftrichter vorgeführt. Es wurde speziell nach „deutschen Autonomen“ gesucht, diese sollen abgeschoben werden. Die deutschen AktivistInnen, die während der Räumung verhaftet wurden sind inzwischen abgeschoben worden. Kopenhagen ist seit der Räumung im Ausnahmezustand. Sogar SanitäterInnen werden verhaftet. Am Sonntag beschloss die Sekte Faderhuset, inzwischen offizielle Eigentümerin des Hauses, den Abriss des über hundertjährigen Gebäudes.
Europaweit gab es Solidaritätskundgebungen, so auch in Göttingen, Marburg, Wien , Potsdam, Leipzig, Köln, Hannover, Weimar, Hamburg, Karlsruhe, Berlin , Bremen, Freiburg, Dresden, Bielefeld, Erfurt, Bergen, Salzburg, Olso, Stockholm und Göteborg.

aktuelles gibts auf Indymedia…
u.a. auch Artikel von den Soliaktionen in Weimar und Erfurt

update# Ungdomshuset-Soli in Meiningen
Am Mittwoch, den 7. März, fand in Meiningen (Süd-Thüringen) eine Solidaritätsdemonstration der „Initiative für kulturelle Freiräume“ unter dem Motto „Solidarität mit den BenutzerInnen des Jugendzentrums ´Ungdomshuset´“ statt, um auch in der thüringischen Provinz die Solidarität mit den BesetzerInnen und den Verhafteten sichtbar zumachen. Mit Lautsprecherwagen, Transparent und Fahne zogen ca. 30 Personen lautstark vom Bahnhof durch die Innenstadt um anschließend zur Meininger Polizeiinspektion zu ziehen, bevor die Demo am Bahnhof wieder beendet wurde.

Kein Tag ohne Ungdomshuset! Macht Aktion, seit kreativ….!


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