Pressemitteilung: Pößnecker Fight Club abgesagt

14. März 2006

Die für Freitag den 17.März angekündigte „1.Pößnecker Fight Night“ findet nicht statt.
Nach Angaben des Veranstalters wird „die Halle auf die Stabilität des Daches untersucht“. Dass diese Maßnahme ausgerechnet jetzt veranlasst wurde, dürfte wohl auch auf die Intervention von einigen AntifaschistInnen zurückgehen, welche auf den eigentlichen Charakter des Kampfsportevents aufmerksam machten.
Dieser unterscheidet sich nämlich, wenn überhaupt nur dadurch von den „Nazis Fight Club´s“ in Chemnitz und Gera, dass diesmal keine rechten Sponsoren öffentlich in Erscheinung traten. Unter den teilnehmenden Kämpfern befanden sich allerdings wieder unzählige Rechte, so waren unter anderem das mit einigen rechtsradikalen Szenegrößen besetzte „Bushido Free-Fight-Team Leipzig“ und das ebenfalls einschlägig bekannte „Eastfight Gym Gera“ angekündigt.
Kampfsportgalas, bei denen Thai-Boxen und Free Fight geboten werden, wirken immer öfter wie ein Magnet auf Neonazis. Gerade die Amateur-Kampfveranstaltungen wie zB. „Ostdeutschland kämpft“ in Leipzig, der „Fightclub Karl-Marx-Stadt“ oder der „Fight Club Gera“ wirkten wie inoffizielle Treffen einer Mischszene aus Neonazis, Hools, Rockern und Kriminellen. Für die nun abgesagte Veranstaltung in der Sheldhalle hatten sich ebenfalls schon unzählige lokale Neonazis angekündigt.

Es wäre wünschenswert, wenn die Stadt Pößneck auch bei der bereits angekündigten Ersatzveranstaltung ebenfalls so besonnen reagieren und einige Sponsoren ihr Engagement für diese Art von Kampfssportevents auch noch einmal überdenken würden.

antifa.slf@mail.com



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